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Büchernachlese | Kurzhinweise 2024


Neben den nachfolgenden des aktuellen Erscheinungsjahrs können auch noch siehe Links oben insgesamt 591 Kurzhinweise zu den Jahren 2003 bis 2023 abgerufen werden:

Sortiert nach Genre und dem Alphabet der Autorennamen führen die verlinkten Genrebezeichnungen zum jeweils ersten Kurzhinweis. Die Signatur U.K. steht jeweils für Ulrich Karger.
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  • Belletristik: Iris Conrad
  • Krimis / Thriller: Achilles, Andreas Föhr, Kästner & Kästner, Val McDermid, Douglas Preston
  • SF / Fantasy / Horror / Mystery: Ray Nayler, Anthony Ryan
  • Kinder- & Jugendliteratur (Bilderbücher): Martin Baltscheit und Anne-Kathrin Behl, Sabine Bohlmann und Kerstin Schoene, Daniel Fehr und Claudia Weikert, Anna Fiske, Dagmar Geisler, Dagmar Geisler, Loewe Kreativ, Anne Möller, Katja Reider und Larisa Lauber, Susanne Straßer
  • Sachbuch:


  • Belletristik

    Ab 1942 beginnen in Berlin die planmäßigen Deportationen der Juden in die KZs. Benjamins Mutter ist noch kurz vor dem Transport gestorben, doch Henriettes Großeltern konnten ihm nicht entgehen. Henriette und Benjamin nunmehr ganz auf sich allein gestellt, werden nur noch wegen ihres Einsatzes für "kriegswichtige" Arbeit verschont - vorerst. Doch alsbald stehen auch sie auf den Listen für den Abtransport. Vor dem Krieg in der Schulzeit einander alles andere als sympathisch, sind Henriette und Benjamin inzwischen Freunde geworden und sich vor allem darin einig, gemeinsam überleben zu wollen. Also werden sie zu "U-Booten", die den Nazis im Berliner Untergrund zu entgehen suchen …
    Unter dem Pseudonym Iris Conrad veröffentlicht Iris Claere Mueller mit Der Glashund einen Roman über zwei Juden, denen das Überleben in der Nazizeit gelang.
    In ihrem Nachwort dazu erläutert sie unter anderem, dass einige unwahrscheinlich wirkende Situationen des Überlebens, wie z.B. als Jude unerkannt einen Jazzclub zu besuchen, in dem auch SS-Offiziere verkehren, auf tatsächlichen Erlebnissen jüdischer Berliner beruhen. Andererseits geht es der Autorin nicht zuletzt auch darum, jene in den Blickpunkt zu rücken, die den Juden in unterschiedlichem Maße und aus ganz unterschiedlichen Motiven zu überleben halfen.
    Für all das beruft sie sich u.a. auf Inge Deutschkron, Cioma Schönhaus ("Der Passfälscher"), Bert Lewyn, Margot Friedländer und Barbara Lovenheim.
    Durchaus mit Sinn für Spannung und Dramatik handelt sie im Roman ab, womit Menschen wie Henriette und Benjamin als Verfolgte in der Nazizeit zurechtkommen mussten, wenn sie überleben wollten. Und das meint auch die Bandbreite menschlicher Verhaltensmuster bei Tätern wie Opfern.
    Nur - das ist alles irgendwie zu viel und wirkt zugleich tendenziös. "Zu viel" deshalb, weil die Autorin offenbar wirklich alles aus den Berichten ihrer aufgeführten Zeugen unterzubringen suchte. "Tendenziös" deshalb, weil ihr wie beim "zu viel" das rechte Maß für die Proportion und die Darstellung u.a. zwischen hilfsbereiten Mitbürgern und bösen Nazis fehlte. Denn hilfsbereite Mitbürger zählten in Nazi-Deutschland nun mal leider zur absoluten Minderheit und machten nicht wie im Roman gefühlt nahezu die Hälfte aller Protagonisten aus. Und es hat schon ein sehr unangenehmes "Geschmäckle", dass der hartnäckigste Verfolger ein in der Jugendzeit abgewiesener Verehrer von Henriette war, der zudem als Angehöriger der Gestapo auch noch jüdische Großeltern zu verheimlichen hatte - während ein hitlertreuer General die von ihm ahnungslos als Betreuerin seiner kleinen Tochter eingestellte Henriette alsbald auf einem Fahndungsblatt erkennt und sie lediglich "völlig irrational" bzw. ohne selbst zu wissen, warum, nicht ausliefert …
    Da es in dem Roman ja auch einige treffende(re) Szenen gibt, sei hier gar nicht böse Absicht, sondern "nur" ziemliche Schludrigkeit unterstellt.
    Dazu passt dann auch die boulevardeske Klappentext-Werbung: "Eine junge Frau mit unbedingtem Lebenswillen und eine Geschichte über das Licht der Hoffnung in dunkelsten Zeiten".
    Angesichts einer solchen Reduktion auf das spannungsgeladene Schicksal zweier adoleszenter Helden kann nur noch von einem verdünnten, wenn nicht gar verfälschten Aufguss der weit überzeugenderen, weil authentischen Lebenszeugnisse der im Nachwort zitierten Überlebenden die Rede sein.
    Deshalb hier auch noch als weit empfehlenswertere Alternative Direkt-Links nach Amazon zu Titeln von Inge Deutschkron, Cioma Schönhaus und Margot Friedländer. U.K.
    (Iris Conrad: Der Glashund. Roman. Droemer Verlag, München 2024. 352 Seiten. 22,00 Euro. ISBN: 978-3-426-28418-6)
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    Krimis / Thriller

    Peer Pedes ist Ermittler beim Berliner LKA und galt auch mal als begabter Marathonläufer. Doch nachdem ein Kollege seinen polizei-internen Rekord gebrochen hatte, ist sein Ego angekratzt. Doch dann passiert zweierlei: Zuerst trifft Peer die Entscheidung, allen wieder die Hacken zeigen und den nächsten Berlin-Marathon gewinnen zu wollen, und kurz nach dieser Entscheidung läuft er in einem ersten mühsamen Traingslauf auf die Oberbaumbrücke zu, an der eine Leiche hängt, deren Füße die neuesten und besten und damit auch sehr teueren Laufschuhe tragen. Wenngleich eigentlich nicht in der räumlichen Zuständigkeit seiner Mordkommission 8, will Peer unbedingt die Ermittlungen übernehmen - und sie damit zugleich besagtem neuen Rekordinhaber wegschnappen …
    Mit Nur der Tod ist schneller startet die Kriminalroman-Serie Laufende Ermittlungen, für die als Autor das Pseudonym Achilles firmiert. Dahinter verbergen sich der auch aus Funk und Fernsehen bekannte Journalist Hajo Schumacher, der u.a. bereits seit 2006 unter dem Pseudonym Achim Achilles mehrere Titel zum Thema Laufen veröffentlicht hat, sowie Michael Meisheit, der u.a. als Drehbuch- bzw. Chefautor 376 Folgen der Lindenstraße maßgeblich geprägt hat und im Heyne Verlag mit zwei Thrillern vertreten ist.
    Eigentlich mit Laufen um seiner selbst willen - noch dazu auf Marathon-Strecken! - wenig bis gar nichts im Sinn, muss eingeräumt werden, dass das Autoren-Duo hier einen von Anfang bis Ende mitreißenden, weil originell-witzigen und auch spannenden Krimi vorgelegt hat.
    Natürlich ging das nicht ganz ohne Klischees ab (Peer Pedes!), aber z.B. bei der angedachten Konstellation von zwei nicht nur um einen Fall, sondern auch noch um Laufzeiten konkurrierenden Polizisten, war dann immerhin auch noch Raum für eine Entwicklung zum zivilisierte(re)n Umgang miteinander. Und selbst das Werfen mit dem Speck nach der Maus bzw. mit dem Einführen einer taffen Ukrainerin, die als autodidaktisches Laufwunder allen Männern davonläuft, überzeugt hier genauso wie der freundlich beiläufige Umgang mit Menschen aus der queeren Szene - und macht einfach Spaß.
    Rein formal das Ganze in 42,195 Kapiteln abzuhandeln, ist dann auch nicht einfach nur platt, sondern findet tatsächlich - wie die Auflösung des Falls - ein überzeugendes Finale am Ende eines Marathonlaufs.
    Ein weiterer Band dieser Reihe verdient also durchaus weitere Aufmerksamkeit … U.K.
    (Achilles: Nur der Tod ist schneller - Laufende Ermittlungen. Kriminalroman. Droemer Verlag, München 2024. 399 Seiten. 15,99 Euro. ISBN: 978-3-426-30964-3)
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    Leo Kreuthner sowie der einhändige Johann Lintinger und der 93-jährige Manfred Wallner liegen vor einem Schuppen auf der Lauer. Im Innerem dieses Schuppens betreibt jemand eine Schwarzbrennerei und macht damit Leo erfolgreich Konkurrenz. Ein Unding, gegen das nun mithilfe von Manfreds Kenntnissen der Funktionsweise einer Kanone aus dem 18. Jahrhundert ein nicht mehr ignorierbares Zeichen gesetzt werden soll. Wie so oft bei Leo, geht das wieder nach hinten los und bildet zugleich den Anfang für die Auflösung eines ganz anderen Falls, der mit einer im Wald vergrabenen, nicht mehr identifizierbaren Leiche zusammenhängt …
    Mit Totholz - Was vergraben ist, ist nicht vergessen legt Andreas Föhr nun bereits den elften Krimi um das Ermittlergespann Wallner & Kreuthner vor, der allein schon wegen seiner hier bereits angesprochenen Ouvertüre einen Hochgenuss anarchisch bayerischen Aberwitzes in Bestform bietet!
    Auch der Plot des eigentlichen Kriminalfalls hat es in sich und führt u.a. im Clinch mit einem brutalen Rocker sogar die Selbstgewissheit von Leo Kreuthner an ihre Grenzen. Einmal mehr passt einfach alles, angefangen von der Anlage der Figuren über deren allzu Menschlichen Auseinandersetzungsformen bis hin zu den Lösungsfindungen aller großen und kleinen Erzählstränge.
    Also bitte nur nicht nachlassen und mindestens noch das Dutzend vollmachen! U.K.
    (Andreas Föhr: Totholz - Was vergraben ist, ist nicht vergessen. Kriminalroman. Knaur Verlag, München 2024. 379 Seiten. 16,99 Euro. ISBN: 978-3-426-22668-1)
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    An den Landungsbrücken im Hamburger Stadtteil St. Pauli wird Dominic Lutteroth erschlagen auf seinem Ausflugsschiff gefunden. Der Tod des Barkassen-Kapitäns sorgt für einige Aufmerksamkeit und setzt Kriminalhauptkommissarin Jonna Jacobi entsprechend unter Druck. Zusammen mit dem Wasserschutzpolizisten Tom Bendixen beginnt sie sofort zu ermitteln, und beide verfolgen alsbald eine Spur, wonach eine Art Krieg unter den Barkassen-Eignern den Hintergrund für diesen Fall bilden könnte. Doch dann verschwindet auf einmal auch noch die Witwe spurlos …
    Hinter der Signatur Kästner & Kästner verbirgt sich das Autoren-Ehepaar Angélique und Andreas Kästner, das mit Tatort Hafen - Tod an den Landungsbrücken ihren ersten Kriminalroman vorlegt.
    Beide um die 60 Jahre alt bringen große Sachkenntnisse auf ganz unterschiedlichen Gebieten ein. So ist die gebürtige Hamburgerin Angélique Kästner promovierte Psychotherapeutin und lernte ihren Ehemann Andreas Kästner bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Kriseninterventionsteam des DRK kennen. Andreas Kästner wiederum, geboren in Wismar und aufgewachsen in Rostock, lebt seit seiner Ausbürgerung aus der ehemaligen DDR im Juni 1989 in Hamburg. Er fuhr in der DDR zur See und arbeitete von 1992 bis 2023 als Hauptkommissar der Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen. Beide bringen somit passgenau Erlebnisse und detaillierte Insiderkenntnisse für die mit diesem Roman startende Serie ein.
    Doch so sehr die begeistert ausschraffierte Detailtreue der Ortskenntnisse bestechen und jeder/m Hamburg-Tourismus-Beauftragten die Freudentränen in die Augen treiben, so sehr ist hiervon wie auch von all dem menschelnden Mit-, Unter- und Gegeneinander doch um Einiges zu viel und keineswegs immer plausibel in dem Roman verbraten.
    Diese deutliche Kritik auch und gerade deshalb, weil der so flüssige wie eingängige Schreibstil den Tonfall der Leute im Hamburger Hafen dennoch insgesamt sehr gut trifft und die Handlungsträger:innen der Geschichte durchaus sympathisch rüberkommen.
    Auch die Spannung der Hauptgeschichte vermag am Ende durchaus einen Sog zu entwickeln, der einen bis zum Ende neugierig hält. U.K.
    (Kästner & Kästner: Tatort Hafen - Tod an den Landungsbrücken. Kriminalroman. Knaur Verlag, München 2024. 308 Seiten. 12,99 Euro. ISBN: 978-3-426-53066-5)
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    Von der seit Jahren aus Edinburgh verschwundenen Studentin Lara Hardie gab es weder eine Leiche noch brauchbare Spuren noch sonstige Hinweise. Doch dann erhält DCI Karen Pirie den Anruf einer Bibliothekarin, die im Nachlass eines kürzlich verstorbenen Schriftstellers ein Manuskript gefunden hat, dessen Handlung erschreckende Ähnlichkeit mit dem Cold Case der vermissten Studentin aufweist …
    Val McDermid legt nach Das Grab im Moor und Ein Bild der Niedertracht mit Die Gabe der Lüge den siebten "Cold Case" für DCI Karen Pirie vor, der ihr wie auch den Kolleg:innen Jason alias "Minzdrops" und Daisy Mortimer auf erschreckende Weise allzu menschliche Abgründe vor Augen führt - noch dazu kurz nach Ausbruch von Covid-19 und zudem nach wie vor unter den gehässig missgünstigen Augen ihrer aller Chefin Ann "Hundekuchen" Markie.
    Auch wenn für Krimikenner spätestens "schon" nach zwei Dritteln klar ist, wer den Mord begangen haben muss, bleibt das kaum noch möglich erscheinende Überwinden und zugleich Einhalten der gesetzlichen Hürden bis zum Nachweis der Tat spannend. Dem Ausleuchten hier vorgestellter Autoren und ihren Eitelkeiten als Nachweis ihrer Selbstüberschätzung stellt McDermid zudem auch wieder eine ganz andere Menschengruppe gegenüber, die per se ganz andere, weit existenziellere Probleme hat.
    Über all dem standen seinerzeit (2020) die sehr strengen Regeln in Schottland, um die Infektionen mit Covid-19 einzugrenzen, was ja seinerzeit nicht zuletzt die privaten Spielräume sehr einschränkte. All das hat Val McDermid in bewährter Manier sehr überzeugend ineinandergefügt und einmal mehr zu einem empfehlenswert spannenden Ganzen entwickelt! U.K.
    (Val McDermid: Die Gabe der Lüge. Ein Fall für Karen Pirie. Aus dem Englischen von Karin Diemerling. Droemer Verlag, München 2024. 480 Seiten. 17,99 Euro. ISBN: 978-3-426-44801-4)
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    Das Ferienresort Erebus in den Rocky Mountains erlaubt betuchten Gästen dank modernster Gentechnik Tiere aus der Vorzeit - wie Mammuts und Riesenfaultiere - hautnah in einem entsprechend angepassten Habitat zu erleben. Als an einem abgelegenen Platz des Resorts am Zelt von einem Millionärssohn und seiner Frau nur noch ein großer Blutfleck gefunden wird, gerät eine Gruppe von gewaltbereiten Öko-Terroristen in Verdacht, die beiden entführt oder gleich an Ort und Stelle getötet zu haben. Für CBI-Agentin Frances Cash wird es zum ersten Fall als leitende Agentin und der mit der Region gut vertraute Sheriff James Colcord soll sie dabei unterstützen. Doch nachdem auch noch mehrere, eindeutig als Mordopfer erkennbare Leichen gefunden werden und die zwei Ermittler zu dem Schluss kommen, dass der 400 Quadratkilometer umfassende Ferienort unbedingt und sofort zu evakuieren wäre, wird ihr Anliegen dennoch behindert und verzögert. Die dadurch bedingte Einschränkung ihrer Untersuchungen zeitigt nur wenig später fürchterliche Folgen …
    Douglas Preston legt mit Extinction - Wenn das Böse erwacht mal wieder einen Solo-Thriller ohne seinen sonstigen Autorenpartner Lincoln Child vor. Und dieser Thriller hat es wirklich in sich!
    Abgesehen von einigen unnötigen Redundanzen bei den ansonsten durchaus interessant beschriebenen Details der Polizeiarbeit zu Anfang, entwickelt Prestons Thriller-Plot mit SF-Elementen alsbald einen zugkräftigen Sog, der bis zur letzten Seite mitreißt.
    Was die SF-Elemente angeht, werden sie auch noch einmal in einem Nachwort plausibel als gar nicht mehr so weit entfernte Zukunftsvision auf bereits anerkannter naturwissenschaftlicher Basis vorgestellt. Ohne zu spoilern, reicht für die Auflösung dieses Thrillers die oft nicht nur zu menschlichen Katastrophen führende Erkenntnis: "Wenn irgendetwas gemacht werden kann, dann wird es auch gemacht - ganz egal, wie gefährlich es ist."
    Zusammen mit den sympathisch gezeichneten Ermittlern lässt man sich das gern vor Augen führen und dabei trotz des furiosen Finales nicht die Hoffnung verlieren, dass die Zeit doch noch reicht, die Menschheit als Ganzes würde vielleicht die richtigen Schlüsse aus derartigen Szenarios ziehen lernen … U.K.
    (Douglas Preston: Extinction - Wenn das Böse erwacht. Thriller. Aus dem amerikanischen Englisch von Kerstin Fricke. Knaur Verlag, München 2024. 473 Seiten. 18,99 Euro. ISBN: 978-3-426-44900-4)
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    SF / Fantasy / Mystery

    Innerhalb des abgelegenen Archipels Con Dao wurde eine Krakenart entdeckt, die über intelligente Kommunikationsmöglichkeiten verfügt und eine sehr eigene Kultur entwickelt hat. Während ein Team von Wissenschaftlern mit der Meeresbiologin Dr. Ha Nguyen an der Spitze noch kaum fassen kann, welche Schlussfolgerungen sich aus dieser Entdeckung ergeben könnten, sieht der Technologiekonzern DIANIMA als Eigner des Archipels darin zuallererst die Möglichkeit für lukrative Geschäfte. Beide Seiten vergessen und unterschätzen dabei jedoch die Kraken, die nur ein Ziel haben, nämlich dass die Menschheit endlich verschwindet …
    Von Ray Nayler wurde mit Die Stimme der Kraken sein nunmehr auch ins Deutsche übersetzte Roman-Debüt vorgelegt, das im Original bereits als "Öko-Thriller" gefeiert und mit dem Locus Award ausgezeichnet wurde.
    Die einzelnen Aspekte der Frage, wie intelligentes Leben zu definieren sei, bilden aus den unterschiedlichen Perspektiven von verschiedenen Menschen, Kraken und auch noch der KI des weltweit ersten Androiden den roten Faden dieses Romans. Und das ist für sich durchaus interessant und spannend, nicht zuletzt da es dabei ja auch um nicht weniger als den Erhalt einer Welt mit oder ohne Menschen geht.
    Doch wiewohl jedes Kapitel kurz gehalten ist, folgt darauf dann doch wieder nur eine weitere Erörterung der Funktionsweisen des menschlichen Gehirns oder der Körper von Kraken oder philosophisch angehauchte Abhandlungen über die Bedeutung von Verstand oder die Existenz von Seelen. Für einen Roman viel zu überfrachtet, bildet das mit jeder Erörterung mehr immer zähflüssigere Längen …
    Einzige fortlaufende Handlungsebene bilden dann und wann die Ereignisse auf einem vollautomatisierten, auf den Fischfang ausgelegten Schiffstrawler, dessen menschliche Besatzung aus entführten Sklaven besteht. Diesen Sklaven gelingt zwar eine Revolte gegen ihre menschlichen Bewacher, nicht aber gegen die KI gesteuerten Automatismen des Schiffes …
    Ein Mehr an solchen Handlungselementen im Tausch gegen einige der angesprochenen Erörterungen hätten bei entsprechender Strukturierung das Ganze zu einem Roman mit einem akzeptablen Spannungsbogen erheben können.
    So aber bleibt das Prädikat "Öko-Thriller" reine Behauptung, die wohl leider nur für wenige nachvollziehbar ist … U.K.
    (Ray Nayler: Die Stimme der Kraken. Roman. Aus dem kanadischen Englisch von Benjamin Mildner. Tropen (Klett-Cotta Verlag), Stuttgart 2024. 461 Seiten. 16,00 Euro. ISBN: 978-3-608-50013-4)
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    Alwyn Scribe hat sich vom allseits verfolgten Gesetzlosen zum Beschützer von Lady Evadine Courlain gewandelt. Ihre Visionen einer dämonischen Apokalypse werden stoßen immer mehr auf die fanatische Ergebenheit der Gläubigen - allerdings bringt ihr wachsender Ruhm sie in gleichem Maße in Konflikt mit der Krone und dem Bund. Ein weiterer Baustein, der im Königreich zu gefährlichen Unruhen führt …
    Mit Der Märtyrer hat Anthony Ryan den zweiten Band seiner Trilogie Der Stählerne Bund vorgelegt.
    Wiewohl im Vergleich zum ersten Band Der Paria nun schon nahezu privilegiert, muss Alwyn seine Rolle immer wieder neu überdenken. Erst Dieb, dann Schreiber hat er sich jetzt sogar als Hauptmann zu beweisen, der seine Soldaten in Kriegsschlachten führt, deren Schilderungen an die der Ilias gemahnen. Ein echter Alptraum für ihn. Und dazu noch Intrigen und Ränkespiele, die mit langem Atem ausgetragen werden und dann punktgenau für eine brutal durchgesetzte Neuordnung sorgen sollen. Zwischendurch verschlägt es Alwyn zudem noch hinter die Berge in ein caeritisches Dorf, deren Bewohner sich mit ihren magischen Kräften bislang aus alldem herauszuhalten suchten, Alwyn dann aber dennoch nicht geringe Hilfe und Erkenntnisse angedeihen lassen …
    In dem immer schlüssigeren Fantasy-Szenario folgt man einmal mehr sehr gern den Abenteuern von Alwyn und seiner reflektierten, durchaus auch selbstironischen Innenschau - und ist schon sehr gespannt auf den Abschlussband dieser Trilogie! U.K.
    (Anthony Ryan: Der Märtyrer. Der Stählerne Bund. Bd.2. SF-Roman. Aus dem Englischen von Sara Riffel. Hobbit Presse (Klett-Cotta Verlag), Stuttgart 2024. 669 Seiten. 26,00 Euro. ISBN: 978-3-608-98762-1)
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    Kinder- & Jugendliteratur (Bilderbücher)

    Wie sehr Kinder anders als Erwachsene sind, macht sich nicht zuletzt an dem (noch) sehr unterschiedlich ausgeprägten Ekelempfinden deutlich. Während Erwachsene meist nur sehr verschämt und möglichst ohne jede Öffentlichkeit in der Nase bohren, zeigen sich da Kinder in der Pups-Kacke-Popel-Phase in der Regel schmerzfrei.
    Und nur so ist zu erklären, dass ein Pappbilderbuch wie Popel, mein Popel überhaupt veröffentlicht wird und Martin Baltscheit darin u.a. reimt:
    "Egal wie er aussieht, grün, gelb oder gold,
    kaum ist er draußen, wird er gerollt.
    Es kugeln sich Schnodder, Glibber und Knarz,
    Daumen und Finger machen ihn schwarz …"

    Immerhin sind die Illustrationen von Anne-Kathrin Behl im Gegensatz dazu trotz und gerade wegen ihrer Farbigkeit wirklich sehr niedlich - dennoch: wahre Liebe von Vorlesenden sollte vorher gut prüfen und überlegen, wann und wem dieses Werk dargebracht werden kann .. oder nicht … U.K.
    (Martin Baltscheit (Text), Anne-Kathrin Behl (Bild): Popel, mein Popel. Pappbilderbuch. Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim 2024. 22 Seiten. 12,00 Euro. Ab 2 Jahren. ISBN: 978-3-407-75872-9)
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    An einem Tag, an dem alles schief geht, ist auch mit dem Schlimmsten zu rechnen. Als sich der kleine Siebenschläfer nach einer kleinen Pechserie mit seiner Schnuffeldecke trösten wollte, war die auch noch verschwunden. So eine Katastrophe! Aber zum Glück machen sich sofort alle Freunde mit ihm auf die Suche danach. Aber es dauert eine ganze Weile, bis klar ist, dass die Schnuffeldecke gar nicht im Wald verloren gegangen, sondern von Siebenschläfermama gewaschen worden ist. Und wieder sind es die Freunde, die der Schnuffeldecke nicht nur wieder den richtigen Schnuffeldecken-Duft angedeihen lassen, sondern ihn auch noch um den besten Schnuffeldeckengeruch der ganzen Welt ergänzen …
    Sabine Bohlmann und Kerstin Schoene legen Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer der seine Schnuffeldecke verloren hatte als preiswerten, siebten Pappbilderbuch-Band über den kleinen Siebenschläfer vor - und man kann erneut nur darauf hoffen, dass es nicht der letzte ist!
    Denn auch hierin trifft der Text von Sabine Bohlmann sehr gut die Sprechweise kleiner Kinder. Und wie Kerstin Schoene den kleinen Siebenschläfer und auch all die anderen kleinen Tiere im Wald samt der Schnuffeldecke in ihren Illustrationen ausgestaltet, ist einfach wieder zauberhaft und sehr niedlich.
    Kinder ab 3 Jahre, insbesondere jene, die ebenfalls Schnuffeldecken vermissen könnten, werden dieses Pappbilderbuch lieben. U.K.
    (Sabine Bohlmann (Text), Kerstin Schoene (Bilder): Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke verloren hatte. Pappbilderbuch. Thienemann Verlag, Stuttgart 2022. 28 Seiten. 11,00 Euro. Ab 3 Jahren. ISBN: 978-3-522-46064-4) >>> Amazon

    Lia soll ins Bett. Das Licht geht aus. Da, ein Schatten - was ist das? Licht an: Eine kleine Schildkröte, die noch Milch trinken muss. Wieder geht das Licht aus: Noch ein Schatten. Wieder Licht an: Diesmal ist es ein Pferd, das noch aufs Töpfchen muss. Und so geht das Seite für Seite weiter bis am Ende alle Kuscheltiere von Lia in ihrem Bett sind und nach einer vorgelesenen Geschichte endlich ganz bestimmt schlafen werden …
    Das Pappbilderbuch Rate mal, wer ist denn da? trifft mit dem Text von Daniel Fehr und den Illustrationen von Claudia Weikert genau den Humor von Kindern ab 2 Jahren, um sie kurz vor dem Schlafengehen noch mal zum Lachen zu bringen und am Ende zufrieden einschlafen zu lassen. U.K.
    (Daniel Fehr (Text), Claudia Weikert (Bild): Rate mal, wer ist denn da?. Pappbilderbuch. Beltt & Gelberg Verlag, Weinheim 2024. 22 Seiten. 12,00 Euro. Ab 2 Jahre. ISBN: 978-3-407-75705-0)
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    Menschliche Körper sind sehr vielfältig - und verändern sich andauernd. Das interessiert auch schon kleine Kinder: z.B. wie die verschiedenen Körperteile heißen, wie unsere Körper je nach Wetter und beim Spielen am besten zu schützen sind, was wir alles für tolle Sachen mit unserem Körper machen können usw..
    2019 bereits ein Bestseller unter den Bilderbüchern, liegt Alle haben einen Po von Anna Fiske nun als kompaktes Pappbilderbuch vor, dem gewiss auch schon drei-, wenn nicht sogar schon zweijährige sehr viel abgewinnen werden können.
    Anne Fiske hat ja für dieses Bilderbuch nicht nur den Text verfasst, der von Ina Kronenburger kongenial ins Deutsche übersetzt wurde, sondern es auch selber illustriert. Sie zeichnet in einer sehr eigenwilligen Form des Ligne-claire-Stils, der weniger durch eine exakt-harmonische als durch eine punkig-skurrile Linienführung besticht und gerade deshalb das Diverse, keineswegs immer perfekt Geformte an uns Menschen sehr gut veranschaulicht.
    Alle möglichen Aspekte unserer Körper wie ihr Vorder- und Rückseiten, ihr Größe, ihre Formen, von sehr jung bis sehr alt, Geschlechtsmerkmale, (keine) Haare (auch an Beinen!) und Bärte werden genauso dargestellt wie auch die Pflege und Säuberung unserer Körper, das Essen und Trinken wie auch das Ausscheiden von Essen und Trinken, die unterschiedlichen Geräusche, (Fort-)Bewegungsformen, Schlafbedürfnis und last, but not least, der Hinweis darauf, dass jeder selbst bestimmen kann, wer den eigenen Körper berührt und wie schön es ist, das es jeden einzelnen von uns gibt, egal wie sie oder er aussieht …
    Fazit: Ein Pappbilderbuch, das in keiner Kinderzimmerbibliothek fehlen sollte! U.K.
    (Anna Fiske: Alle haben einen Po. Pappbilderbuch. Aus dem Norwegischen von Ina Kronenburger. Hanser Verlag, München 2024. 24 Seiten. 12,00 Euro. Ab 2 Jahre. ISBN: 978-3-446-27973-5)
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    Der Titel des von Dagmar Geisler treffend bebilderten und flott gereimten Pappbilderbuchs enthält bereits nahezu eine komplette Inhaltsangabe: Weinen, lachen, wütend sein, dafür bin ich nicht zu klein!
    Auf der ersten Doppelseite zeigt sich das Kindergesicht lustig, wütend, weinend, jammernd, froh, lachend und kichernd - dazu wird der Leserschaft buchstäblich ein kleiner Spiegel vorgehalten mit der Aufforderung: "Wie ist das bei dir? Guck doch mal hier!"
    Auf der zweiten Doppelseite geht es um das alleine Einschlafen, das zum Weinen führt, doch die hier integrierte Klapptür zeigt, "Die Mama ist ja nebenan, ich bin gar nicht alleine."
    Auf der dritten Doppelseite werden Spielsituationen vorgestellt, mal mit einem anderen Kind, mit dem man sich nach einem Wutanfall wieder vertragen kann, dann um den Stolz, dass ein Klötzchenturm noch nicht umgekippt ist und dass man ein trauriges Plüschtier nicht alleine traurig sein lässt.
    Auf der vierten Doppelseite geht es um Trotz, der die Mama seufzen lässt, aber wenn der Trotz vorbei ist, zeigt das hier aufgeklappte Bild, wie Mama einen Kuss kriegt. Und auf der fünften und letzten Doppelseite geht es ums Küssen, was ganz unterschiedlich sein kann sowie um das, was das Kind im Bilderbuch von allem hier noch einmal aufgezählten am allerliebsten macht - nämlich "lachen, dass es kracht!"
    Für Kinder ab 2 Jahren also ein perfektes Buch zur Visualisierung von Gefühlen, was unter dem Motto "Gefühle sind immer richtig!" dann auch zum über sie sprechen einlädt. U.K.
    (Dagmar Geisler: Weinen, lachen, wütend sein, dafür bin ich nicht zu klein! Pappbilderbuch. Loewe Verlag, Bindlach 2024. 10 Seiten. 10,00 Euro. Ab 2 Jahren. ISBN: 978-3-7432-1828-4)
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    Lu und Mama gehen in die Stadt, um Brot und Bananen sowie rot-weiße Ringelsocken für Lu zu kaufen. Auf dem Marktplatz ist heute eine Menge los. Und plötzlich sieht Lu nur noch Beine, aber keine Mama mehr …
    Dagmar Geisler erzählt mit Wenn ich verloren gehe eine dramaturgisch so altersgemäß wie geschickt erzählte Geschichte zu einem ganz wichtigem Alltagsthema.
    Denn Lu gerät im Gegensatz zu dem schon kurz zuvor verloren gegangenen Roberto gar nicht erst in Panik, sondern hält sich an für so einen Fall sechs bewährte Regeln. Die hat sie offenbar schon vorher mit ihrer Mama verabredet.
    Neben der Geschichte überzeugt die Autorin nicht zuletzt einmal mehr mit ihren zauberhaften Illustrationen dazu. Auf den letzten beiden Seiten werden die sechs Regeln für die Kinder noch einmal zusammengefasst bzw. aufgezählt und für die Eltern schließen sich daran noch erläuternde Ergänzungen zum Einüben dieser Regeln an.
    Alles zusammen bietet ein wertvolles und zugleich sehr unterhaltsames Lesevergnügen, nach dem Kinder ab 3 Jahre trotz (oder gerade wegen) seines brisanten Themas gewiss immer wieder gern verlangen werden. U.K.
    (Dagmar Geisler: Wenn ich verloren gehe. Bilderbuch. Loewe Verlag, Bindlach 2024. 32 Seiten. 15,00 Euro. Ab 3 Jahren. ISBN: 978-3-7432-1890-1)
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    Wer sagt, dass Bücher nur zum Lesen sind? Man kann sie nämlich auch buchstäblich auseinandernehmen und sogar zerschneiden.
    Das von Loewe Kreativ herausgegebene Buch dazu wird unter dem Titel Ich lerne schneiden angeboten und enthält acht Vorlagen mit zunehmend sich steigernden Schwierigkeitsgraden sowie auch noch eine Kinderschere. (Motive der Vorlagen sind: Lokomotive, Mond und Sterne, Schildkröte und Blumen, Kind mit Mütze, Eule, Segelboot, Haus und Wiese, Apfelbaum mit Eichhörnchen.)
    Einfach die jeweils zwei Blätter eines Motivs heraustrennen, dann nach Vorgabe ausschneiden (und ggf. auch falten) und wie in der Vorschau auf dem Schneidebogen auf die jeweils erste Seite kleben - fertig ist ein buntes Bild im Din-A4-Format, das auf der Rückseite zudem ein Feld mit drei Zeilen z.B. für einen Gruß an Beschenkte des Bildes enthält.
    Für Kinder wiederum bestimmt ein anregendes Geschenk, das Feinmotorik und Konzentrationsfähigkeit fördern hilft. U.K.
    (Loewe Kreativ (Hrsg.): Ich lerne schneiden. Loewe Verlag, Bindlach 2024. 32 Seiten. 10,95 Euro. Ab 4 Jahren. ISBN: 978-3-7432-1756-0)
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    Von einer Weide lösen sich während eines Herbststurms zehn Blätter. Sie landen im Wasser oder auf die Erde und finden überall einen neuen Zweck - eines nicht zuletzt auch den, von einem Regenwurm verspeist und wieder als Dünger ausgeschieden zu werden, der wiederum der Weide hilft im Frühling neue Blätter sprießen zu lassen.
    Diese kleine, aber sehr beeindruckende Geschichte hat Anne Möller unter dem Titel Zehn Blätter fliegen davon bereits in einer Ausgabe von 2008 mit Wort und Bild in eine poetische Form gebracht, die auch schon bei Kindern ab 3 Jahren nachzuhallen vermag und zur wiederholten Lektüre einlädt. Schön, dass dieses Bilderbuch nun in einer preiswerten TB-Ausgabe wieder vorliegt. U.K.
    (Anne Möller: Zehn Blätter fliegen davon. Bilderbuch-TB (Minimax-Format). Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim - Basel 2024. 32 Seiten. 6,50 Euro. Ab 3 Jahren. ISBN: 978-3-407-76274-0)
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    In Ida Igel kann das schon! werden von Katja Reider fünf in sich abgeschlossene Geschichten erzählt, die von Larisa Lauber sehr ansprechend illustriert wurden.
    Die Überschriften lauten: Ida geht Geburtstag feiern, Ida auf dem Spielplatz, Ida im Garten, Ida ist krank und Ida sucht Teddy.
    In den Geschichten werden von den Erwachsenen unaufdringlich zeitgemäß Rollenvorbilder repräsentiert, die u.a. Papa ganz selbstverständlich z.B. in die Krankenpflege integrieren. Und wie die Überschriften schon zeigen, ist Ida ein Igelmädchen, von dessen Erlebnissen gewiss auch Igeljungs hören wollen. Und in jeder Geschichte ist mindestens eine kleine Mitmach-Aufgabe eingebaut, die alle Kinder sehr leicht und gern lösen können. U.K.
    (Katja Reider (Text), Larisa Lauber (Bild): Ida Igel kann das schon!. Bilderbuch. Esslinger Verlag, Stuttgart 2024. 48 Seiten. 10,00 Euro. Ab 2 Jahren. ISBN: 978-3-480-23894-1)
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    Susanne Straßer vermittelt in ihrem Bilderbuch So leicht so schwer bereits für Kinder ab 2 Jahren mit sehr viel (Wort-)Witz und anschaulichen Illustrationen ein erstes physikalisches Verständnis für das (Un-)Gleichgewicht auf einer Wippe.
    Sitzt zuerst der der Elefant auf der einen Seite, hopsen, springen und klettern nach und nach ein Tier nach dem anderen auf die andere Seite. Doch selbst zusammen mit dem Nilpferd funktioniert das noch nicht mit dem Wippen. Aber dann kommt ein Kind und sorgt für eine lustige Überraschung …
    Im Original bereits 2016 erschienen, liegt dieses Bilderbuch nun zum Glück wieder in einer preiswerten TB-Ausgabe vor! U.K.
    (Susanne Straßer: So leicht so schwer. Bilderbuch-TB (Minimax-Format). Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim - Basel 2024. Seiten. 7,50 Euro. Ab 2 Jahren. ISBN: 978-3-407-76276-4)
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    Sachbuch





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